Hier die ersten Bilder
Traktor der LBeG |
Halle der LBeG und 2 Traktoren |
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| Die Halle der LBeG von
Innen mit den Getreidesilos und der Getreidetrockenanlage |
Das Unternehmen wurde aus der Not der
Nachkriegszeit geboren. Viele Männer kamen aus dem Krieg nicht zurück
oder waren in Gefangenschaft. Die Ackerflächen, überwiegend Flächen
aus dem Gemeindegliedervermögen, die den Enkircher Bürgern als
landwirtschaftlich zu nutzende Ländereien zugeteilt waren, konnten,
auch mangels Gespannvieh und wegen fehlendem Saatgut nicht bewirtschaftet
werden.
Aus dieser Not heraus, gründete
man mit Genehmigung der damaligen französischen Militärregierung
und dem seinerzeitigen Bürgermeister Peter Kappel und 20 weiteren
Enkircher Bürgern am 09. Oktober 1947, den "Landwirtschaftlichen Produzentenverein".
Ein Jahr später wurde er in "Landwirtschaftliche
Betriebsgenossenschaft Enkirch" umbenannt. Der Geschäftsanteil je
Mitglied wurde auf 100 Mark, das Eintrittsgeld auf 50 Mark festgesetzt.
Erster Geschäftsführer der Genossenschaft wurde Ernst Bender.
Unter äußerst schwierigen Bedingungen begann die Genbossenschaft
unter der Leitung von Peter Kappel die Arbeit.
Bis die ersten Maschinen per Bezugsschein
über die Bezirksregierung Koblenz zur Verfügung standen, bedurfte
es vieler Anstrengungen der Verantwortlichen. Auch Saatgut war nur äußerst
schwierig zu erhalten. Zur Unterbringung der Maschinen wurde durch gemeinschaftliche
Arbeit der Mitglieder ein Schuppen auf einem Gelände der Gemeinde
gebaut, das von dieser auf 99 Jahre gepschtet wurde. Am 2. April 1949 wurde
das Rischtfest gefeiert.
Neben dem Anbau von Getreide, wurde
auch der Kartoffelanbau zur Versorgung der Mitglieder und der Enkircher
Bevölkerung betrieben. Im Laufe der Zeit wandelte sich durch den technischen
Fortschritt die Arbeitsweise.
Veränderungen in der Versorgung
der Bevölkerung mit den Grundnahrungsmittel und allen anderen Konsumgüter
bestimmten in den vergangenen Jahren auch erheblich die Art der landwirschaftlichen
Erzeugnisse der Genossenschaft. Waren es zunächst Erzeugnisse zur
Grundversorgung der Bevölkerung, so sind es heute Erzeugnisse, die
der Markt individuell fordert: Zuchtsaatgut, Raps, Braugerste oder Dinkel.
In einer Betriebsform, wie in Enkirch,
wirtschaften nur noch zwei Genossenschaften. Ähnliche Genossenschaften
gibt es noch in der Milchwirtschaft. Bei Gründung der Genbossenschaft
ist eine Fläche von annähernd 100 Hektar bewirtschaftet worden.
Durch Zupacht und Kauf ist man heute auf über 200 Hektar landwirschaftliche
Fläche angewachsen. Auch in Zukunft ist man an weiteren Flächenerweiterungen
aus wirtschaftlichen Gründen interessiert. Eine Spezialisierung im
Anbau ist durch Saatgutvermehrung in den letzten Jahren immer mehr forciert
worden. Dabei kauft die Genossenschaft Basissaatgut ein, baut es ein Jahr
an und verkauft dieses erzeugte Saatgut an Handelsunternehmen. Der Vertrieb
erstreckt sich mittlerweile weit über die Fläche der Europäischen
Union. |
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