Der Heiße Sommer
2003
Der Heiße Sommer 2003
Versiegt sind fast alle Quellen,
der Bach schlägt keine Wellen,
kein lustig Fischlein huscht dahin
und erfreut des Wanderers wachen Sinn
!
doch gnadenlos die Sonne scheint,
die es mit uns zu gut meint,
die Quelle allen Lebens ist,
versengt, verbrennt, und man vermißt,
den Regen, der kostbar ist wie Gold,
ob Petrus uns noch lange grollt ?
man sieht, wie klein der Mensch doch ist,
den Regen er doch sehr vermißt,
der alles Leben atmen läßt,
erfrischt und kühlt, die Pflanzen
näßt,
damit der Nebel dampfen kann,
der Kreislauf wieder schließt sich
dann !
Unsere schöne Landschaft, wie sieht
sie aus ?
verbrannt die Wiesen, verstaubt das Haus,
die Grenzen werden uns gezeigt,
in einer sonst überflußreichen
Zeit !
in frühen Jahren Hungersnot,
vergrämte Gesichter, früher
Tod,
denn leere Keller, Faß und Scheuer,
dann trieb der Tod sein Ungeheuer !
Wir alle sollen dankbar sein,
das es doch anders heut kann sein,
daß die meisten Menschen kaufen
können,
was andere im Überfluß gewinnen
!
Was ist der Mensch doch winzig klein,
mit Sorgen, Nöten oft allein,
doch die Natur, die läßt ihn
leben,
und solche Jahre sorgen eben,
das er nicht übermütig wird,
bescheiden bleibt, und sich noch geren
freut,
wenn die Felder stehn im satten, grünen
Kleid,
we dies nicht erkennt im Wechselspiel
des Lebens,
der lebt in vielen Dingen doch vergebens
!
Doch köstliche Weine gab es heuer,
sie füllen der Winzer Keller und
Scher,
mit einer Qualität, die so ausgewogen,
daß Generationen später sie
noch loben!
Des einen Not, des einen Tod,
bedeutet stets, des anderen Brt,
so grausam kann die Natur oft sein,
doch laßt uns genießen den
edlen Wein
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