Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Die geheimnisvolle Traubenblüte

Nun blühen wieder die Reben im Moseltal
im flirrenden, heißen Sonnenstrahl
das Tal ist erfüllt vom Blütenduft
ein betörendes Aroma liegt in der Luft

dies ist eine geheimnissevolle, hoffnungsfrohe Zeit
die Gescheine, die  Reben sind zur Hochzeit bereit
es wachsen die Beeren zum Reifen hin
mit frohen Gesichtern strahlen WInzer und Winzerin

wenn in der Sonne heißen flirrenden Strahlen
die Blüte sich vollzieht mit gehimnisvollem Gebaren
denn auch im Keller wird unruhif nun der Wein
die Natur ist aufgewühlt, scheinbar muß es so sein.

Wie bei einer Geburt, voll Unruhe, voll SOrgen
scheint die Sonne auch noch am nächsten Morgen?
denn sie bringt die Blüte voll zur ENtfaltung
den Gescheinen gibt sie eine neue Gestaltung.

Der Schiefer strahlt in der Nacht die Wärme zurück
die WInzer pflegen die Reben mit viel Geschick
schon früh am Morgen, wenn noch vom Tau benetzt
die Familie in ihre Weinberge hetzt

noch ist es kühl, und die Vöglein singen
vom Waldrand her sie uns herrliche Lieder bringen
sie erfreuen unsere Herzen, und laden uns ein
zu rasten am Waldrand, bei Brot und Wein

zu stärken die Menschen, wenn ermüden die Arme
und mit neuer Kraft eilt man in die Sonne, die warme
von flinken Händen werden die Reben gebunden
von Menschen, die in der Hitze jetzt arg geschunden

doch auch ein frohes Wort, ein lustiges Singen
erfüllt das Tal, die Lieder erklingen
denn blühender Wein regt den Frohsinn an
bei der Winzerin, wie auch beim Winzermann.

Denn doch alle Menschen in der Hoffnung leben
auf den Lohn der Arbeit, der auch von Gott gegeben
zumindest wenn zur Ernte gehört der Sonnenschein
denn nur dadurch reift edler, köstlicher Wein.

06.1983

 
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© by Emil Niehusmann Jan. 2006