| Ein Sommergewitter
Der Donner grollt, der Himmel zürnt
derweil der Wind durch die Bäume
stürmt
die durstig nach Erfrischung lechzen
und unter Hitze und Trockenheit durstig
ächzen
Der Sturm umtobt mächtig das ganze
Haus
der Donner grollt, es ist ein Graus
die Blitze zucken wie ein Flammenschwert
was uns das Wetter heut beschert ?
Bringt es uns Segen für das trockene
Land ?
die Wiesen sind von der Sonne verbrannt
die Blumen dursten und welken dahin
die Tiere verkriechen sich mit wachen
Sinn
die Menschen stönen, die alt und krank
und sagen dem Himmel sicher Dank
daß er erlöst mit Donnergrollen
bringt Kühle und Regen auf die trockenen
Schollen
der Äcker, der Wiesen, der Felder,
dem Wein
der draußen reift im Sonnenschein
am steilen Hang in der Sonne Glut
gibt er den Menschen Hoffnung und Mut
so bringt ein Gewitter Segen und Brot
doch vielen Menschen oft den Tod
die ungeschützt auf freiem Feld
überrascht von dieser Urgewalt der
Welt
die immer ins Staunen uns versetzt
uns Menschen, die oft doch seht gehetzt
nicht deuten die Zeichen der Natur
auf Gottes unendlich weiter Flur
denn es kündigt sich an dem, der die
Zeichen kennt
der dann in die schützende Herberge
rennt
ob nach Hause, zur Höhle, zur Hütte
er eilt
oder sich einfach im Auto die Zeit vertreibt
das er als schützender faradayscher
Käfig nützt
wohl dem, der draußen im Wetter
eins besitzt
denn nicht nur Seegen bringt ein Hitzegewitter
im Land
auf die durstigen Auen, auf den staubigen
Wald
denn kommt der Regen nun mit Macht
im Donnergrollen, in der Blitze Pracht
ist oftmals es mit Eis gespickt
das die Blätter zerschlägt,
die Felder zuerdrückt
der Regen schwemmt Berge von Erde ins Tal
zerstört die Wege, die steil und
schmal
in die Berge führen, nun voll Schlamm
und Geröll
mit donnerndem Tosen und viel Gebrüll
durch Häuser und Gassen voll Ungestüm
ins Tal hinein drängen mit Unheil
viel
so eng liegen zusammen Segen und Not
ein neues Erwachen, auch früher Tod
Ein Lebenspenden, ein freundliches Grünen
ein Zerstören, ein Verderben, ein
bitteres Sühnen
Was nützt doch der Menschen großes
Gedenken
Gottvater wird doch alles lenken !
05.08.1983
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