Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Ein Sommergewitter

Der Donner grollt, der Himmel zürnt
derweil der Wind durch die Bäume stürmt
die durstig nach Erfrischung lechzen
und unter Hitze und Trockenheit durstig ächzen

Der Sturm umtobt mächtig das ganze Haus
der Donner grollt, es ist ein Graus
die Blitze zucken wie ein Flammenschwert
was uns das Wetter heut beschert ?

Bringt es uns Segen für das trockene Land ?
die Wiesen sind von der Sonne verbrannt
die Blumen dursten und welken dahin
die Tiere verkriechen sich mit wachen Sinn

die Menschen stönen, die alt und krank
und sagen dem Himmel sicher Dank
daß er erlöst mit Donnergrollen
bringt Kühle und Regen auf die trockenen Schollen

der Äcker, der Wiesen, der Felder, dem Wein
der draußen reift im Sonnenschein
am steilen Hang in der Sonne Glut
gibt er den Menschen Hoffnung und Mut

so bringt ein Gewitter Segen und Brot
doch vielen Menschen oft den Tod
die ungeschützt auf freiem Feld
überrascht von dieser Urgewalt der Welt

die immer ins Staunen uns versetzt
uns Menschen, die oft doch seht gehetzt
nicht deuten die Zeichen der Natur
auf Gottes unendlich weiter Flur

denn es kündigt sich an dem, der die Zeichen kennt
der dann in die schützende Herberge rennt
ob nach Hause, zur Höhle, zur Hütte er eilt
oder sich einfach im Auto die Zeit vertreibt

das er als schützender faradayscher Käfig nützt
wohl dem, der draußen im Wetter eins besitzt
denn nicht nur Seegen bringt ein Hitzegewitter im Land
auf die durstigen Auen, auf den staubigen Wald

denn kommt der Regen nun mit Macht
im Donnergrollen, in der Blitze Pracht
ist oftmals es mit Eis gespickt
das die Blätter zerschlägt, die Felder zuerdrückt

der Regen schwemmt Berge von Erde ins Tal
zerstört die Wege, die steil und schmal
in die Berge führen, nun voll Schlamm und Geröll
mit donnerndem Tosen und viel Gebrüll

durch Häuser und Gassen voll Ungestüm
ins Tal hinein drängen mit Unheil viel
so eng liegen zusammen Segen und Not
ein neues Erwachen, auch früher Tod

Ein Lebenspenden, ein freundliches Grünen
ein Zerstören, ein Verderben, ein bitteres Sühnen
Was nützt doch der Menschen großes Gedenken
Gottvater wird doch alles lenken !

05.08.1983
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© by Emil Niehusmann Jan. 2006