Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Zum Jahr der Frau

Zwei Monate schon im Jahr der Frau
sehr viele Worte und Radau
doch, ändert es was an ihrem Leben?
ich glaube nicht, wer sollts ihnen geben?

ich vergeich es mit dem Muttertag
wer dann nur seine Mutter mag
und nicht das ganze Jahr verehrt
der ist nicht seiner Mutter wert

Doch wer ohne Worte immer schon
sich ihrer annimmt, ob Vater oder Sohn
wer sie stets achtet und begehrt
der ist auch ihrer wirklich wert

Die meisten Frauen stehen ihren Mann
wenn ich dies mal so sagen kann
ob sie Familie und Haus versorgen
und planen froh für übermorgen

oder ob sie sind im Wirtschaftsleben
und dort ihr Bestes für uns geben
sie stehen uns in nichts zurück
und träumen doch vom großen Glück

wer ist denn heut noch Haustöchterlein?
mit glorifiziertem Heiligenschein
emanzipiert, modernes Denken
tut heute ihre Sinne lenken

Jahrhundertalte Träume vom gleichen Recht
möchte verwiklichen heute das schwache Geschlecht
haben sie etwas gewonnen dabei?
sind sie wirklich heute frei?

oder sind die Fesseln die sie gesprengt
eine Last, die niemand heut noch kennt?
denn doppelte Last sie nunmehr tragen
im Beruf und Haushalt sie sich plagen

Sehr selbstbewußt sind heut die Frauen
sie sind auch stolz, schön anzuschauen
gehn mit der Mode, stets adrett
ob lange Röcke, oder kurz und nett

Sie sind:

Trotz allen Reden, hört Ihr Lieben
in Jahr der Frau, doch Frau geblieben.

23.02.1975
 
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© by Emil Niehusmann Jan. 2006