| Göockenläuten am 1. Weihnachtstag
Die Glocken erklingen vom hohen Turm
warnen vor Feuer, Seuchen, Krieg und Sturm
rufen die Gläubigen herbei zum Weihnachtsgebet
darüber der Wetterhahn im Winde sich
dreht
so wie der Wind bläst von Osten und
Westen
bestimmt er mit das Wetter, ob zum Schlechten
oder zum Besten
vom Westen kommt warme Luft oft ins Land
begleitet von Regen für den durstigen
Sand
von den Weiten der Ozeane, vom Golfstrom
erhitzt
spendet er uns Leben, wenn man Äcker
besitzt
doch weht der Wind von Osten, bringt er
oft Kälte ins Land
aus den Weiten Sibiriens, als Eisschrank
bekannt
hier warmherzig, dort frostig, ists politisch
gemeint ?
doch der WInd sich oft dreht in der heutigen
Zeit
aus dem Norden bescherte er uns einen
Helmut Schmidt
heute bestimmt Gerhard Stoltenberg unsere
Geschicke mit
Aus dem Süden poltert Franz Josef,
das Urgestein
aus Südwesten Helmut Kohl unser Lenker
will sein
ein jeder will das Beste, für uns,
oder für sich ?
für seine politische Partei sicher
eher als für mich
Herr Genscher im taktieren sehr geschickt
aber bricht Graf Lambsdorf im bald das
Genick?
Ein Teil der Presse spielt sich zum Richter
auf
gar manchem gehörte eins auf die
flotte Schnauze drauf
So sprechen viele Bürger, die manche
Politiker gar nicht mehr kennen
obwohl sie sie stets in ihren Reden nennen.
Doch zurück zu den Glocken im hohen
Turm
sie warnen heute nicht vor Flut und Sturm
sie rufen die Christen herbei zum Gebet
daß in ihren Herzen werde der Frieden
gesät
aus den Worten der Bibel, dem weisen Buch
dort finden die Menschen Trost und Segen
genug
Man muß die Sätze nur deuten,
erforschen ihren Sinn
sie zu begreifen und zu verstehen ist
ein großer Gewinn
vor uralter Zeit geschrieben von gelehrten
Leut
hat sie ihre Bedeutung für uns auch
noch heut
Doch jahrhunderte Erfahrung mit Weisheit
gepaart
hat leider uns vor Kriegen nicht bewahrt
warum die Menschen nicht Frieden und Ruh
Gottvater gäb gerne seinen Segen
dazu.
25.12.1983
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