Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Göockenläuten am 1. Weihnachtstag

Die Glocken erklingen vom hohen Turm
warnen vor Feuer, Seuchen, Krieg und Sturm
rufen die Gläubigen herbei zum Weihnachtsgebet
darüber der Wetterhahn im Winde sich dreht

so wie der Wind bläst von Osten und Westen
bestimmt er mit das Wetter, ob zum Schlechten oder zum Besten
vom Westen kommt warme Luft oft ins Land
begleitet von Regen für den durstigen Sand

von den Weiten der Ozeane, vom Golfstrom erhitzt
spendet er uns Leben, wenn man Äcker besitzt
doch weht der Wind von Osten, bringt er oft Kälte ins Land
aus den Weiten Sibiriens, als Eisschrank bekannt

hier warmherzig, dort frostig, ists politisch gemeint ?
doch der WInd sich oft dreht in der heutigen Zeit
aus dem Norden bescherte er uns einen Helmut Schmidt
heute bestimmt Gerhard Stoltenberg unsere Geschicke mit

Aus dem Süden poltert Franz Josef, das Urgestein
aus Südwesten Helmut Kohl unser Lenker will sein
ein jeder will das Beste, für uns, oder für sich ?
für seine politische Partei sicher eher als für mich

Herr Genscher im taktieren sehr geschickt
aber bricht Graf Lambsdorf im bald das Genick?
Ein Teil der Presse spielt sich zum Richter auf
gar manchem gehörte eins auf die flotte Schnauze drauf

So sprechen viele Bürger, die manche Politiker gar nicht mehr kennen
obwohl sie sie stets in ihren Reden nennen.
Doch zurück zu den Glocken im hohen Turm
sie warnen heute nicht vor Flut und Sturm

sie rufen die Christen herbei zum Gebet
daß in ihren Herzen werde der Frieden gesät
aus den Worten der Bibel, dem weisen Buch
dort finden die Menschen Trost und Segen genug

Man muß die Sätze nur deuten, erforschen ihren Sinn
sie zu begreifen und zu verstehen ist ein großer Gewinn
vor uralter Zeit geschrieben von gelehrten Leut
hat sie ihre Bedeutung für uns auch noch heut

Doch jahrhunderte Erfahrung mit Weisheit gepaart
hat leider uns vor Kriegen nicht bewahrt
warum die Menschen nicht Frieden und Ruh
Gottvater gäb gerne seinen Segen dazu.

25.12.1983
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© by Emil Niehusmann Jan. 2006