| Der Januar
Der Januar ist heuer ein seltener Geselle
es sprudelt froh des Bächleins Quelle
das oben hoch am Berg entspringt
derweil im Ast der Bergfink singt
Der fern aus Sibiriens ewigen Weiten
zu uns her flog in wärmere Zeiten
er macht hier Rast, und ruht sich aus
er glaubt, er wäre schon zu Haus
Im warmen Süden, hinterm Mittelmeer
wo zuerst in Italien die Gefahren sehr
wenn Vogelfänger mit vielen Netzen
ihr junges Leben zum Fressen schätzen
dies ist ein schlimmer Vogelmord
er rafft sie zu tausenden in Scharen fort
die gutes tun, man sollt sie schützen
ein Singvogel der Insekten frist, kann
uns nur nützen
auch Schwalben werden dort gefangen
wegen deren Wiederkehr unsere Kinder bangen
doch im Urlaub strömt unser Volk
in Scharen hin
nur Sonne und überfüllten Strand
im SInn.
Wird auch das Auto gestohlen, der Geldbeutel
verschwunden
in der Gassen lauschigen Abendstunden
wie der Zug der Lemminge über steile
Klippen
der Deutsche fährt hin, Arreviderci
auf den Lippen
dabei sind wir dort am meisten gehaßt
wenn ihnen auch unsere DM. paßt
die in ihre Kassen klingt dort allerorten
dann können sie auch unsere Sprache,
mit vielen Worten
wer kommt denn aus Italien zu uns in den
Norden?
hier gibt es kein organisiertes Vogelmorden
die Maffia, nur im Sumpf der großen
Städte
woher sie kommt, es weiß jeder,
ich wette,
dabei scheint in unseren Weinlanden auch
viel Sonne
der Riesling ist für Alle eine Wonne
der in den steilen Hängen gereift
wenn im Herbst der WInzer danach greift,
man ist auch ein gern gesehener Gast
es ist ein Urlaub, der den meisten paßt
mit Speis und Trank man wird verwöhnt
und so das Leben echt verschönt
Das Geld bleibt im Land, schafft Arbeit
und Brot
es leiden weniger Menschen not
die unverschuldet nun Sorgen haben
sie können sich nicht im Ausland
laben.
Doch zurück zur Natur, im Januar hier
es sind durcheinander Pflanzen und Tier
die Gänseblümchen lugen hervor
ist es die Frühlingssonne, die sie
kitzelt am Ohr?
Auch die Knospen schwellen an Busch und
Strauch
die warmen Winde streichen ihren Bauch
der grün und weiß, zum Aufspringen
bereit
in der ungewohnten Januarzeit
die Wildschweine spielen verrückt
im Wald
ihre Winterschwarte ist gar nicht kalt
ihr Hormonspiegel gerät in Unordnung
nun
laufen herum im Feld, in sinnlosem Tun
die Menschen, mit Herz- und Kreislaufbeschwerden
haben ernste Stunden nun zu bewerten
den ein plötzlicher Frost mit Eiseskälte
macht vielen Menschen, Pflanzen und Tieren
ein Ende
das Bächlein erstarrt in Schnee und
Eis
das Fischlein in sicherer Höhle sich
weiß
das jetzt noch froh über die Steine
springt
derweil im Ast der Bergfink singt
er macht sich nun auf seinen gefahrvollen
Flug
im großen Schwarm, doch früh
genug
bevor der Schnee mit großer Macht
Berg und Tal zudeckt mit weißer
Pracht
viele Menschen hoffen schon lange darauf
denn es ist allenhalben ein alter Brauch
wenn Schnee im Tal und des Berges Pracht
eine Schneeballschlacht viel Freude macht
die Ski, die werden angeschnallt
so man es kann, eilt man zum Wald
in stolzer Höhe am steilen Hang
und ab geht es mit Schwung, ohne Bang
das Rodeln macht den Kindern Spaß
läuft auch vor Kälte ihnen die
Nas
die Alten ruhn sich zu Hause aus
am wärmenden Ofen, im schützenden
Haus
doch auf den Straßen, im Verkehr
bringt Vorsicht und Bedacht den Menschen
mehr
als einfach so dahin zu rasen
dies könnt das Lebenslicht ausblasen
den neuen Wein soll man jetzt probieren
genügend Zeit, ihn zu studieren
die Keller sind zum Rand gefüllt
voll edlem Wein, der den Durst uns stillt
doch auch zum Schlürfen und Genießen
wird dieser Jahrgang noch lang gepriesen
manch Fuder allerbester Wein
lagerten die WInzer in die Keller ein
er ist gereift, wird abgefülllt,
Genuß und Durst der Gäste er
stillt
die ihn nun lobeb und auch preisen
und ihn dann stets willkommen heißen
in des Januars unwirtlichen Tagen
kann Sonnenschein er in die Herzen tragen
die er in den heißen SOmmertagen
wenn Hitze und Arbeit die WInzer plagen
in seinen Beeren aufgenommen
nun abgibt uns, und stets willkommen
als Sonnenspeicher der Natur
wärmt, schmeckt und erfreut er uns
nur
wenn er in Maßen wird getrunken
Gesundheit spendet, heilet Wunden
der Seele, wie des Körpers auch
beruhigt den verstimmten Bauch.
Die weisen Ärzte aus alter Zeit
die waren stets und gern bereit
mit viel Erfolg zu heilen mit Wein
zu lindern Schwerz und Seelenpein
ob aus Bingen die heilige Hildegard
sie hatte für jedes Leiden einen
Wein parat
die alten Griechen in Schrift und Wort
sie pflanzten seinen Ruf gern fort
die Römer machten ihn bekannt
nicht nur in Gallien, in jedem Land
das ihre Krieger mit raschem Schritt
eroberten, sie brachten die Weinkultur
mit
Pro Krieger, ein Liter Wein am Tag
das war Gesetz, wer nicht trinken mag
der wurde schwer und hart bestraft
seine Gesundheit war gefährdet, wes
nicht glauben mag
der lese nach, es ist bekundet
zur Gesundheit der Wein sehr vielen mundet
vor allem den Ärzten, dies ist bekannt
nicht nur in unserem Vaterland
Mit Maßen genossen, mit Maßen
gezecht
ist Geist und Seele, sowie dem Körper
recht
hält Geist und Seele, sowie den Körper
gesund
freut man sich des Lebens zu jeder Stund
Drum, die Quelle der Gesundheit und Glücklichsein
ist stets ein guter Moselwein! |