Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Zur Ausstellung von Professoer Ernst Fuchs im Rathaus zu Mainz am 09.03.1984

Professor Ernst Fuchs, ein begnadeter Künstler unserer Zeit
eine Persönlichkeit, bekannt über Europa weit
seine Heimat ist Österreich, voller Geschichte und Tradition
es schenkte uns schon vielmals einen begnadeten Sohn

sie schufen Operetten, die unvergesslichen
in aller Welt sind die Menschen darauf versessen
und lauschen ergriffen den Melodien, unsterblich schön
sie werden niemals untergehn

Ernst Fuchs, schon ein Begriff zu Lebenszeit
der Besuch seiner Werke hat niemals gereut
es ist ein Erlebnis, eine Einmaligkeit
in unserer an sich doch sehr ernsten Zeit

die Vielfalt seiner Kunst, eine Gottesgabe
das kennende Auge sich gern daran labe
voll sprechender Farben, im Ausddruck monumental
begeistern sich die Menschen im Ausstellungssaal

doch auch strenge Linien sind als Studien zu sehen
die Körper der Menschen, die von Natur doch schön
uns alle hat Got nackt zur Erde gesandt
die Künstler bringen Schönheit in dieses Land

Er malt Mythologien, regt zum denken an
er schreibt eigene Lieder, und dient sie uns an
indem er sie singt, uns trägt er sie vor
wir sind ganz ergriffen, mit lauschendem Ohr

Die bildenden Künstler sollen Denkanstöße geben
besonders für Menschen die träge im Leben
jedoch auch für viele die sich der Kunst verschrieben
und auch das Verrückte im Leben lieben

Seine Bilder zeigen ebenso das Expressionistische
wie er auch liebt das Surrealistische
die jüdische Mystik ihm nicht unbekannt
wie das Skurille aus dem früheren Vielvölkerland

das Östereich-Ungarn doch einst vereint
von seinen Liebhabern und Anhängern heut noch beweint
doch er schenkt es uns heute mit seinem großen Schaffen
das wir kennend bewundern und nicht nur begaffen

hier in Mainz, mit einer alten Kultur und Geschichte
schreibe ich immer wieder gern meine eigenen Gedichte
über das Geschehen, über die EIndrücke, über teifes Erleben
mit meinen Sprüchen will ich es Euch weitergeben

zur Erinnerung an den heutigen herrlichen Tag
losgelöst von des langen Alltags Plag
Nun lauschen wir seinen Worten, dem ernsten Gesang
nur selten eine Weise ähnlich klang

die ich in meinem ganzen Leben vernommen
begleitet von Instrumenten wie dumpfen Trommeln
viel Klage, viel Sorgen, viel Gottesfürchtigkeit
Melodien und Worte, viel Kummer und Leid,

Als wär Gott, der Allmächtige hier in unserer Runde
wir Alle waren ergriffen zu dieser Stunde
als die schwingenden, klagenden Töne in uns hallten
von den Wänden wiederkehrend, fast zur Anklage sich ballten

Doch auch Worte zur Fastnacht hat er geschrieben
für seine Gemeinde, seine Verehrer, für seine Lieben
für die Krönung des Lebens, eine frohe Kinderschar
sein letztes Gedicht eine Zugabe war

Ein vielseitiger Mann, eine Persönlichkeit im Leben
hat Gott uns in unserer Zeit gegeben!

Geschrieben während der Eröffnungsfeier in Sitzungssaale des
Rathauses in Mainz 18 Uhr - 19 Uhr

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© by Emil Niehusmann Mar. 2006