Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Der Weg zu Gott

Meine eigenen Gedanken nach dem
Lesen der Texte in Prosa
von O.S b. Caecilia Bonn.

Man müßte Flügel haben sich zu erheben
mit vielen Augen schauen, beim durch die Lüfte schweben
die Sehnsucht nach Gott läßt Tränen in die Augen steigen
es ist ein weiter Weg zu ihm, mit Beten und andachtsvollem Schweigen.

Docj Gottes Zorn kann auch die Erde erzittern und erbeben lassen
und gleichfalls gnadenvoll die Harfen klingen lassen
die sanften Töne uns der Wind zu Ohren trägt
begleitet von Posaunen daß unser Herz bewegt
so schweben die Melodien selbst in die fernste Stadt
wo jeder einsame Wächter dies besondere Erlebnis hat

begleitet von dem Lichte, das hell zur Morgenstund
wenn alle Vögel zwitschern aus frischem Vogelmund
man dehnt und reckt die Glieder, die steif und morgenkühl
man fühlt sich Gott sehr nahe, ein wohliges Gefühl
man schürt nun rasch das Feuer, hat Wärme und Geborgenheit
es knackt das Holzm es knistert, die Flamme niemals schweigt.

Die Sonne steigt empor, am fernen Firmament
und schaut in helle Winkel, der Erde die sie kennt
sie schickt den Gruß der Engel, in Schweigen oft gehüllt
und leuchtet in alle Herzen, die von Gottes Gnade erfüllt
die hellen Edelsteine, im Schoß der Erde tief verborgen
sie sind Symbol der Freude, auch Hoffnung auf ein Morgen

Der Schöpfer küßt die Seinen, sei es durch der Wiesen Tau
er läßt erblühn die Rosen, den Mann, wie auch die Frau
im Frühling und im Sommer, wenn alles grün und blüht
im Herbst die Blätter welken, die Blumen sind verblüht
dann bedeckt das Eis die Flüsse, mit spiegelnd blanker Pracht
man sehnt sich nach dem Frühling, wenn die Natur nochmal erwacht

wenn frische Quellen sprudeln vom steilen Ferls und Berg
Gott Vater sie uns spendet, der Mensch ist nur ein Zwerg
im großen Weltgeschehen, oft einsam und allein
und möcht von dem Quell trinken, der vom Herz des Vaters ist
sein Antlitz soll sich spiegeln im frischen Morgenlicht.

wo der Duft wie feinste Würze, steigt aus der Erde Schoß
wo Farne wiegend grünen, und frisches, weiches Moos
wo Reh und Hirsche äsen, am fernen Waldesrand
wo Blumen blühen und duften, im schönen Gottesland
Ich bin die Blume des Feldes, spricht das lebendige Licht
Mein ist das Werk als Ganzes, oh Mensch vergiß das nicht.

was sind wir doch so klein, im weiten, schäumenden Meer
wo die Kräfte des Himmels, uns bedrängen oftmals sehr
so wir werden weiter bauen, an der goldenen Himmelsstadt
und durch die Fenster des Glaubens schauen, und drücken die Nasen platt
um Gottes Anlitz zu sehen in ferner weiter Welt
wo er uns einst hinruft, dann wenn es ihm gefällt

14.07.1987
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© by Emil Niehusmann Mar. 2006