Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Europa im Umbruch

Das Jahresende ergab Freude, Not und Leid,
Europa im Umbruch, eine hektische Zeit
Es fielen Zäune und Mauern, die Ungarn machten es uns vor,
mit unseren Brüdern und Schwestern, sangen wir das "Deutschlandlied" im Chor!

Was vor einem Vierteljahr noch  undenkbar schien,
doch plötzlich herrscht jetzt ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Als sich Menschen umarmten, die sich nie vorher gesehnen,
sich ihrer Tränen nicht schämten, es war ein Wunder geschehen.

Ihre friedlichen Demonstrationen gegen die Allmacht der Partei,
sie stopften Blumen in die Gewehre, sprengten die Zwangsjacke entzwei.
In rund 40 Jahren Knechtschaft waren sie eingesperrt,
von verbohrten Stalinisten, deren Geist von Alter verzerrt.

Während in Rumänien noch die dröhnenden Stiefel marschieren,
und sie ihre langen Mäntel mit Blut verschmieren,
des eigenen Volkes, das erbärmlich hungerte und frierte,
doch war da ein armer, kleiner Pfarrer, den man unsagbar terrorisierte.

Sein tapferes Leiden erbarmte die Menschen, sie teilten sein Leid,
und ganz plötzlich begann mit Gottes Hilfe eine neue Zeit.
Doch viele Kinder, die in das Rad der Weltgeschichte greifen,
werden oft zerschmettert, geraten unter die Reifen.

Die Revolution frißt ihre Kinder, es ist ein uraltes Spiel,
und auch hier forderte sie vom Volke der Opfer viel.
Doch der "Tyran der Karpaten",  wie er sich selbst genannt,
hatte sich an der Wut des Volkes mehr als die Pfoten verbrannt.

"Das Licht, das selbst der Sonne trotzt", sprach er im Größenwhn,
doch das "helle Licht" ließ ihn verglühen, hielt seinen Atem an.
der "Alte Klepper" erreichte sein "Nirwana" nicht,
und es steht ihm noch bevor, Gottes höchstes Gericht!

Auch unsere "Giganten" im Lande dürfte es eine Warnung sein,
zu ignorieren Volkes Wünsche, entscheiden für Gruppen, für Partei'n.
Konzerne der Industsrie, des Mammons, die ganze Kontinente umfassen,
Ihre Macht läßt viele Bürger vor Angst erblassen.

Denn zuviel Macht korrupiert, schafft Kaltschnäuzigkeit um Denken,
verführt dazu die Mitmenschen wie Shachfiguren zu lenken.
Doch die Menschen ducken sich nur eine geraume Zeit,
bis vor Schmerz und Leid die Seele aufschreit.

"Kein Baum wächst zu hoch, er wird von Blitzschlag gefällt,
so werden die Proportionen wieder ins rechte Maß gestellt!"

Für das "Neue Jahr" wünschen wir Euch nun allen,
Gesundheit, Glück und Wohlgefallen!
Geduld, Erfolg und Zufriedenheit!
Ein positives, kritisches Denken und Bescheidenheit!

31.12.1989
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© by Emil Niehusmann Mar. 2006