Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Der Februar

Der Februar deckt ein mit Schnee die Flur
es ist noch immer ein Wunder der Natur
wenn sie mit ihrer weißen, dicken Pracht
damit vielen Menschen Freude macht

doch der Begleiter ist sehr oft Kälte und Eis
die Natur erstarrt im Frost sehr weiß
die Vögel leiden Hunger oft
so manchen Tier auf ein Ende hofft,

von dieser weißen tödlichen Pracht
die ihnen unendliche Qualen macht
die Menschen in ihrem warmen geheizten Haus
wissen nicht, wie es den Tieren geht da draus

ob hungrig sie suchen nach Futter unterm Schnee
vom vielen Scharren die Läufe tun weh
wenn der Schnee verharscht, sie seht oft bluten
sie lecken vergebens die schmerzenden Wunden.

Im Wald verkriecht sich Has und Reh
im tiefen Busch, geschützt vorm Schnee
die WIldsau grunzt mit ihren Jungen
die sie im dichten Dorn ins Bett gebrungen

in tiefer Höhle sitzen WIesel und Fuchs
auch als seltenes Tier, der flinke Luchs
sie warten auf Beute, den gedeckten Tisch
die sie holen als Opfer frisch

von den schwachen Tieren, die vor Kälte krank
die freie Natur sagt ihnen Dank
gehören sie doch zur Gesundheitspolizei
damit das Gleichgewicht immer in Ordnung sei

Das EIchhörnchen nagt siene Vorräte auf
die in flinkem Flug und schnellen Lauf
es in guten Zeiten eingesammelt
das meiste wäre sowieso vergammelt

denn die Menschen sind schon zu bequem
in Feld und Garten nach der Ernte zu sehn
die Strauch und Baum halten reich bereit
in der faßt vergangenen Überflußzeit

viel lieber werden Bananen und Apfelsinen importiert
derweil der eigene Apfel im Garten ervriert
der nich so schön, weil ungespritzt
jedoch der Gesundheit er besser nützt

als die vielen glänzenden, gewachsten Früchte
sehr schön fürs Auge, doch oft mitnichten
für die Bekömmlichkeit, der letzte Schrei
viel Geld sie kosten, ich bleibe dabei,

unsere alten Bäume gut zu pflegen
vorlieb zu nehmen mit diesem Segen
der zwar nicht jedes Jahr beschert
doch sicher wieder neu begehrt.

Ihr wißr, die Zeiten werden schlechter
dann gibts viel weniger Kostverächter
wenn der Magen knurrt, das Geld ist knapp
erntet macher wieder seine Bäume ab

um die Früchte auch im Februar zu genießen
die jetzt das Leben uns versüßen
wenn sie auf Stroh nun ausgereift
man oft und gerne danach greift

wenn Backäpfelduft durchzieht den Raum
der neue Wein ergänzt den Traum
der leicht doch wird zur Realität
wenn im Herbst man erntet, was im Frühjahr gesät

Auch was im Mai gezeugt, im Frühlingserwachen
kommt im Februar zur Welt, wird Freude uns machen
erfüllt das Haus mit freudigem krähn
im Februar Ernten im Frühjahr säen.

Ein alter Spruch rät jedem Mann
mit dem pflanzen eines Baumes fange an
dann bau ein Haus Dir, schaffe ein Heim
und sorg dafür, daß du nicht allein

den Weg durch das Leben geh auf Erden
zu zweit kann es sehr glücklich werden
wenn ein liebend Weib dir wärmt das Bett
und kocht, und sorgt für dich sehr nett.

Alsdann sollst dur für Kinder sorgen
für die Zukunft, auch für Morgen
dies sind die Gesetze der Natur
auf Gottes so unendlicher Flur

wo jetzt der Schee die Saat uns schützt
und so zum Schluß doch viel nützt
viel tausend Wunder hat die Natur
gelenkt werden sie von einem nur !

19.01.1983

 
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© by Emil Niehusmann Feb. 2006