| Der April
Der April stellt sich vor, wie eine Diva
der Kunst
sein Wetter ist oftmals sehr verhundzt
mit böigen Schauern, stellt er sich
vor
im Weinberg draußen, der Wind pfeift
ums Ohr
doch am gleichen Tage auch die Sonne scheint
die es oftmals jetzt schon gut mit uns
meint
die Knospen schwellen im lauen Wind
doch sie verkriechen sich schnell über
Nacht geschwind
wenn der Himmel klar, und der Frost wieder
kommt
der jetzt im April uns gar nicht frommt
so launenhaft und unbestimmt
dreht sich das Wetter wie der WInd
es zeigt uns an der Kirchturmshahn
der oft sich dreht, woher der Wind nun
kam
so launisch, wie sich zeigt nun die Natur
so unberechenbar ist die Konjunktur
ganz tief im Keller, wo sonst nur edler
Wein
ist die Wirtschaftsstruktur mit Schmerzen
und Pein
Millionen arbeitslos, mit Sorgen und Not
die Betriebe zerbrechen, die Maschinen
tot
man soll investieren, doch dazu braucht
man Geld
doch staatliche Hilfen nur der Große
erhält
viel ernste Gesichter sieht man heuer
gefüllt sind zwar Keller und Scheuer
doch wer kauft den vielen edlen Wein
die Großkellereien führen ihre
Weine ein
aus südlichen Ländern überschwemmen
sie uns hier
viel schlimmer noch als Schnaps und Bier
unsere Winzer müssen siche hier in
den Hängen plagen
und oft dem gerechten Lohn entsagen
es schlag der Blitz doch einmal drein
in dieses Meer von südlichen Wein
sogar der Leiter von deren Weinbauamt
ist in der ganzen Grafschaft bekannt
als Kneipenwirt bedient er hier
die Gäste froh mit Schnaps und Bier
Loretta nahm den Bischof einst gefangen
als er ihr Volk versetzt in Bangen
bedenkt, die Gedunld ist bald vorbei
es kann geschehen, eins zwei drei
Ansonsten ist der Winzer von seinem Naturell
an sich doch ein sehr fröhlicher
Gesell
die Fröhlichkeit, die steckt im Wein
dem eingefangenen Sonnenschein
doch jetzt, wenn auch das Klima rauh
eilt er geschwind, mit seiner Frau
in die Weinberge um zu binden und zu schneiden
sie sind dabei nicht zu beneiden
doch mach wärmender Schluck aud dem
steinernen Krug
nicht des Guten zuviel, doch stets genug
um die Kälte aus den klammen Fingern
zu vertreiben
damit Messer und Schere besser gleiten.
Doch an den Abenden in der Winter- und
Frühjahrszeit
da wird auch gepflegt die Geselligkeit
da wird geprobt, musiziert und gesungen
auf den Familienabenden dargebrungen
wir haben viele Künstler in unserem
Ort
ab als Solisten oder im Chor, sie fahren
fort
den Ruf unseres Ortes hinauszutragen
daß die Gäste kommen zum "Wohlbehagen"
derweil im Keller der Wein nun reift
man gerne zum probieren danach greift
das Reifen des Weines wird durchdiskutiert
und froh, jedoch kritisch man den "Neuen"
probiert
denn der edle Wein schenkt Freud und Kraft
Dein feurig Blut, Dein Lebenssaft
wird angeregt, er hält Dich jung
der hält Dein Geist und Leib in Schwung
Flinke Frauenhände biegen nun kunstvoll
die Reben
damit sie reiche Ernte geben
so geht auch diese Arbeit vorbei
und man freut sich auf den Wonnemonat
Mai ! |