Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Der Wonnemonat Mai

Im Mai, wenn alles grünt und sprießt
dern Frühling man gern und froh genießt
wenn die Sonne brennt auf den Schieferstein
der speichert die Hitze für den Wein

die Natur lebt auf, der Wald ist schon grün
er ladet ein zum spazieren gehn
in die schönen Wälder auf den Berges Höhn
oder weit in die Täler, bis zum Hunsrück hin gehen

Die Landschft wird schöner im Frühlingskleid
man freut sich darauf, denn es wurde Zeit
daß nach des Winters langen Tagen
die Natur schenkt uns viel Wohlbehagen

für Menschen, Tiere und Pflanzenwelt
das Leben sich doch nun erhellt
die Tage werden länger wieder
die Maisonne bräunt mit Kraft die Glieder

der Winterpelz wird dabgestreift
obwohl es oft noch morgens reift
wenn Frost fällt ein in Tal und Flur
bringt oft Verderben in die blühende Natur

Den Tieren wächst das Sommerkleid
von selber nach, dies ist gescheit
von unserem Schöpfer ausgedacht
der Mensch dafür sich mächtig plagt

denn wieder kommt eine neue Mode
noch geht man nicht so gänzlich ohne
hier ists dafür zu frisch und kühl
nicht wie am Äquator, heiß und schwül

die Frauen kommen schick daher
mit Streifen lang, mit Pünktchen quer
mit Röcken bis zu den Knien oder den Zehn
sie sind doch zum verlieben schön

Man sagt, der Mai gehört den Jungen
wer hat nur diesen Quatsch besungen
ob zwanzig, oder siebzig Jahre
ist nicht entsprechend für verliebte Paare

wenn man sich liebt und gut versteht
ob es schneller, oder langsamer geht
dies kann kein Hinderungsgrund doch sein
um glücklich und verliebt zu sein

Doch die Arbeit im Felde weiter geht
ob der Winzer gräbt, oder der Bauer sät
was im März und April wurde nicht geschafft
das beschert uns der Mai mit aller Kraft

die Männer, die sind dann am pflügen und düngen
mauf mühsame Weise den Stallmist einbringen
damit der Boden recht locker bleibt
in der kommenden langen Sommerzeit

Für die Junganlagen werden die Hänge rigolt
der Pflug das unterste nach oben hin holt
und nach 3 - 4 Jahren Jungfeld pflegen
erhält er der Winzer seinen Erntesegen

wenn die Eisheiligen wieder gut wir stimmen
das sie keinen Maifrost ins Tal herein bringen
als Pankratius, Servatius und Bonifatius uns bekannt
bringen oft Verderben sie ins Moselland

auch die kalte Sophie beschert uns oft noch
ein Hauch von Kälte, als des WInters A....loch
Sind die Gefahren gebannt, können die Reben blühen
das süßschwere Düfte das Tal durchziehen

Doch zwischendurch wird nicht das Feiern vergessen
an Pfingsten froh, mit trinken und essen
denn Wein und Musik in froher Runde
erfreut die Menschen zu jeder Stunde

auf dem Brunnenplatz kehrt gern man ein
es gibt dort köstlichen, funkelden Wein
kredenzt von einer netten Maid
deren Anblick einem schon das Herz erfreut

Die Restaurants hier am Moselstrand
sind für Ihre Spezialitäten weit bekannt
beim besten Wein in vielen Varationen
treffen sich die Gäste aus allen Nationen

so wird gefeiert bis in den frühen Morgen
vergessen die ganzen Alltagssorgen
zum zufriedenen Leben und Glücklichsein
gehört immer ein guter deutscher Wein

ma wird dann gefangen vom Wein und von Land
man sieht der Mosel grün glitzerndes Band
denn schön liegt Mosella uns hier zu Füßen
rebenumkränzt will sie uns grüßen
sie lädt uns ein zu Gast zu sein
in Enkirch, und seinem herllichen Wein

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© by Emil Niehusmann Feb. 2006