| Der August
Im August, da müssen die Trauben kochen
soll edler Wein in den Fässern pochen
wenn er zur Gärung in den Keller
rauscht
dieser Musik der Winzer mit Andacht lauscht
jetzt beginnt die Zeir der Heimatfeste
es freuen sich Winzer, wie auch Gäste
wenn die Weinproben werden zusammengestellt
von höchster Qualitat, und
wenig Geld
ob in den Winzerhöfen, oder der Genossenschaft
kredenzt man Weine von höchster Pracht
mit Geschmacksstoffen, die so ausgewogen
daß Laien und Kenner sie gleichfalls
loben
kredenzt werden im Festzelt die besten
Weine
sie funkeln im Glase wie Edelsteine
sie durften, daß die Nase verwöhnt
ein herrlicher Wein das Leben verschönt
dies ist Kultur seit der Römerzeit
hier waren die Menschen stets bereit
nach des Jahres harten, schweren Tagen
beim großen Feste sich nun zu laben
beim guten Essen, beim Wein und Gesang
der fröhlich aus dem festlichen Zelte
klang
wenn die Mandolinen klingen
wenn die Chöre singen
wenn die Geigen jubeln
im weilseeligen Trubel
die Bässe brummen
die Begleiter summen
die Klarinetten tirilieren
zum Tanze verführen
die Trompeten schmettern
die Trommeln wettern
Sie fragen, soll dies denn alles sein?
in Enkirch, beim besten Moselwein!
Die Chöre, die sind aus unserem Ort
das Mandolinenorchester trägt seinen
Ruf weit fort
Als Garant für Kunst und Stimmung
beim Wein
ist mit Sicherheit unserer Enkircher Musikverein
die Trachtengruppe singt weinseelige Lieder
daß noch mal jung werden die reifen
Gemüter
sie tanzen Tänze aus uralter Zeit
in schmucker Tracht, im festlichen Kleid
Prinzessinnen und Weinkönigin werden
ausgewählt
dem begeisterten Publikum vorgestellt
sie haben viel Wissen von der Arbeit beim
Wein
liebreizend, strahlend, voll Sonnenschein
die Proben werden von Kennern gelenkt
mit launigen Sprüchen, eh mans bedenkt
sie haben viel Wissen mit Leichtigkeit
beigebracht
in fröhlichem Rahmen, eh man bedacht
die Mädels voll Liebreiz und strahlenden
Augen
die Burschen voll Kraft, daß sie
im Leben etwas taugen
die Mosellander sind schon eine besondere
Rasse
ein Volk voll Fröhlichkeit, eine
Sonderklasse.
Jahrhunderte alter Lebenskultur
sehr heimatverbunden, in herrlicher Flur
die Fröhlichkeit, die steckt im Wein
dem eingefangenen Sonnenschein
und sollte die Sonne einmal nicht scheinen
so braucht man darüber doch nicht
zu weinen
man hat dann viel Muße den Wein
zu genießen
in vielen Variationenen wird er geprießen
als trockenen Wein trinkt man ihn zum Essen
mann schürft und genießt ihn,
die Zeit wird vergessen
die der Koch nun einmal braucht, um alles
frisch zu bereiten
und die Kellnerin, um es auf dem Tisch
auszubreiten
denn Unruhe, Hast und Hektikkeit
ist der Feind des genießenden Menschen
in der heutigen Zeit
daum laßt es dazu doch lieber nicht
kommen
viel lieber sollte man dem Weine frommen
denn: sitzt man mit Freunden, um zu bechern
den Wein
dies kann auch ruhig bei Familienfeiern
sein
so trinkt man ihn, um allen gerecht zu
werden
denn es gibt ja soviele Geschmäcker
auf Erden
ab besten als Kabinett, mit leichter Eleganz
der doch noch am Ende einen fruchtigen
Schwanz
man kann dann feiern bis in den frühen
Morgen
und vergessen die ganzen Alltagssorgen
Zu einem spritzigen, herrlichen Spätlesewein
da lädt man am besten seine Freundin
ein
auch wenn sie es schon sehr lange ist
und man sie inzwischen als Ehefrau küßt
man kann dann diese beiden Spätlesen
zusammen vergleichen
die Spätlese Wein, und die Spätlese
Frauen können die
Hände sich reichen:
schön rund, und voll, im Ausdruck
raffiniert
voll Geheimnissen und behutsam, daß
ja nichts passiert
jedoch voller Glut und voller Feuer
in der Lagerhaltung und Preis, angemessen
teuer
ausgeglichene Eleganz, ohne Verdruß
jede Stunde zusammen, ein echter Genuß!
Die Auslese ist ein sehr seltener Wein
sich wächst nicht jedes Jahrt im
Schiefergestein
und nur in den allerbesten Lagen
wächst sie heran zu unserem Behagen
sie ist fruchtig, und wuchtig, ein besonderer
Tropfen
im Übermaß genossen, kanns
Herz schon mal klopfen
wir lassen den Wein in inseren Kellern
reifen
es ist nun seht leicht, danach zu
greifen
doch viel Müh und Arbeit steckt darin
eh er erfreut des Menschen Sinn
die Weine soll man nicht wie Wasser gießen
in durstige Kehlen, denn zum genießen
man seine Sinne konzentriert
und nun wohlan, den Wein probiert!
Dies will die Weinprobe Euch Allen sagen
dann schenkt sie Genuß und Wohlbehagen
das Leben kann so schön doch sein
mit einem Mägdelein, und edlem, reifen
Wein! |