Heinz Schütz sen.
19.02.1932 - 29.01.2004
Der September

Im September teift der Wein zu edelster Güte
Die Sonne erhelllt das erste Gemüte
und in den Trauben wächst hinein
der eingefangene Sonnenschein

dann sind die Gesichter aufgehellt
der Winzerfamilien, denn es kostet viel Geld
Maschinen und Gebäude zu unterhalten
sowie neue Weinberge zu gestalten

Ihr Einkommen wird von niemanden garantiert
wenn das Wetter nicht will, es öfter passiert
daß leer geblieben Scheune und Keller
dann wird oft schmal der Gabenteller

die Jugend sehr oft darüber rebelliert
sie ging in die Stadt, hatte dort studiert
um jetzt keinen Arbeisplatz zu erhalten
gar mancher kehrt zurück um zu erhalten

was sie ererbt von ihren Eltern
sie helfen wieder Trauben keltern
vermarkten ihren Wein, fahren weit in die Landen
wo zufriedene Kunden Geschmack daran fanden

so werden die Hänge gut gepflegt
im Moseltal, wo die Lnadschaft lebt
wenn auch Umweltschützer von eigenen Gnaden
am grünen Tisch über Entwürfen braten

die uns das Leben noch mehr erschweren
ich kann ihnen empfehlen in allen Ehren
kauft selber einmal Weinberge und lebt davon
Ihr lauft ganz schnell uns wieder davon

im sozialen Netz sind für uns viele Lücken
keine Zeit zum demonstrieren, noch wir uns bücken
treibts nicht zu weit, uns zu verhöhnen
sonst kommt der Tag, da wir uns wehren

Die Weinlese wird nun organisiert
die Fässer gebeitzt, der Kelter probiert
es wird lackiert, es wird geputzt
das alles in Ordnung, wenn es genutzt

Die WInzer schätzen auch helfende Hände
dann hat die Weinlese schneller ein Ende
denn der letzte Sonnenstrahl wird ausgenützt
solange noch Laub die Trauben schützt

vor plötzlichen Frost und starker Kälte
dazu braucht man viel der helfenden Hände
zu froher Partnerschaft verbindet der Wein
zwischen Winzer, und dem, der Käufer will sein

man lernt sich kennen und süricht sich aus
sitzt in froher Runde des Abends zu Haus
denn Tages Arbeit, Abends Gäste
saure Wochen, frohe Feste.

Bei den Bauern fahren jetzt die Mähdrescher mit Macht
von morgens früh, bis in die Nacht
hier gibt es keine 40 Stunden Woche
sie müssen ganz schön hart malochen

Denn des Abends das Vieh in den Ställen brüllt 
bis ihr Hunger und ihr Durst gestillt
die Kartoffeln und Rüben, so wie der Wein
sollen rechtzeitig in die Scheune hinein

sofort danach sind sie wieder am pflügen
die gesegnete Ernte muß genügen
um alle Kosten zu bestreiten
und Anschaffungen der Familie vorzubereiten

So schließt sich der Kreislauf des Jahres wieder
es kommt die Zeit, da man ausruht die Glieder
man macht Urlaub und fähhrt nun selbst einmal hinaus
doch erst, wenn keine Gäste mehr im Haus

Denn der September ist schön zum Wandern in der Natur
auf den Höhen schweift der Blick über Wald und Flur
gar mancher noch nicht seine Heimat kennt
der in der ganzen Welt herumrennt

das Schachertal, ein Naturparadies
in dem stellenweise noch reine Wildnis ist
an unseren Stauseen man Forellen fängt
man vergißt die Zeit, nicht dem Geld nachrennt

man kann sich vielseitig den Tag gestalten
kehrt abends zurück zu den alten
Fachwerkhäusern, voll Schmuck und Kunst
in die Schatzkammer rheinischer Dorfbaukunst

sie strahlen Ruhe und Erhabenheit aus
vile Generationen gingen ein und aus
sie haben manchen Sturm erlebt
aus dicken Balken, gut verstrebt

Deutschlands berühmtester Wanderweg
ist oftmals nur ein schmaler Steg
über schroffen Fels, über Stock und Stein
über des Berges Grad, die Hänge voll Wein

Der "Moselhöhenweg" wird er genannt
bei Wanderfreunden seit Jahrhunderten bekannt
er führt mitten durch unseren romantischen Ort
von Bernkastel kommend, nach Beilstein hin fort

Es ist ein Erlebnis, unendlich schön
den Moselhöhenweg mit Freunden zu gehn
Piacenzas Franz hat ihn geprägt
er seinen Namen mit recht bald trägt!

Wollt ihr wissen, wer dieser Mann soll sein?
kommt her zu mir, besucht mich beim Wein
ich führ Euch zu ihm ins Zeller Land
zum "Padchestreter!, überall bekannt!

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© by Emil Niehusmann Feb. 2006