| Beim Abkeltern
der Maische unterscheidet man:
a) Vorlauf: etwa 60% Most, der ohne Druck abläuft, Zellsaft aus dem Beerenfleisch b) Preßmost: etwa 39% Most, der abgepreßt wird, Saft aus den festeren Bestandteilen (Butzen) c) Nachlauf: (Scheitermost) etwa 10% Most, der nach dem Brockeln abläuft, Saft, der durch mehrmaliges Auf und Zufahren der Kelter mit Druck gewonnen ist (hohe Gerbstoffgehalte). Ist immer geringwertig, grasig (rauher). Während des Pressens ändert der Most laufend seine chemische Zusamensetzung. Vorlauf: ist der Zuckerreichste Most, enthält weniger zuckerfreien Extrakt und Asche, (ergibt feine Weine) Man wird immer Vorlauf und Preßmost zusammen geben. Den Nachmost jedoch für sich einlagern, behandeln (höhere Gerbstoffe=Gelantine) und später eventuell als Füllwein verbrauchen. Nachdruck: hat hohen zuckerfreien Extrakt und auch hohen Aschegehalt, enthält weniger Zucker und Säure. Zusammensetzung
von Mostanteilen beim Keltern
(2) g./l. = Framm im Liter (Anfall der Mostmenge) a) Reifezustand der Trauben: (günstig oder optimal = vollreife Trauben) b) Reb- bzw. Traubensorte:
c) Maischebehandlung:
d) Keltersystem
Die Zusammensetzung des Traubenmostes wesentlicher Bestandteil, (trägermittel und Lösungsstoff) um 75-78% Wasser im Most (abhängig vom Reifegrad, Rebsorte, Lage und Witterungsbedingt). 2) Zucker a) Traubenzucker: (Glucose, Dextro = Stärkezucker) kommt überwiegend nur in der Traube vor. (spwzifischer Zucker der Traube). Halbe Süßkraft wie Rüben- oder Rophrzucker (Haushaltszucker) b) Fruchtzucker: (Fructose, Lacvulose, Linkszucker) ist in vielen Früchten verbreitet. Bei reifen Trauben halten sich Trauben- und Fruchtzucker die Waage. Vollreife, überreife und edlefaule Traben enthalten mehr Fruchtzucker. 3) Gesamtsäure a) Apfelsäure: überwiegt in geringen Mosten. Sie kommt in vielen Früchten, wie Äpfel und Birnen vor. Sie kann sich durch den biologischen Säureabbau verringern. b) Weinsäure: überwiegt in reifen Mosten und guten Jahren. Weinsäure kann durch Zugabe von kohlensauren Kalk verringert werden. Weinsäure und Kalium = Weinstein. (Kälte nötwendig). c) Zitronen- und Bernsteinsäure: nur in Spuren noch vorhanden. 4) Geruchs- und Geschmackstoffe entstehen teils während der Gärung, teils während des späteren Ausbaues. Bukettsorten bringen Geruchsstoffe bereits mit. 5) Mineralstoffe Die Hauptnährstoffe sind auch im Most vorhanden. N, P2O5, K2O, CaO, Mg und andere. Hoch kann der Anteil an Kali und Kalk sein. 6) Farbstoffe stammt aus den Traubenschalen (Ausnahme Färbertraubeen). Besonders wichtig beim Rotwein. 7) Stickstoffverbindungen (Eiweiß) ernähren z.T. die Hefen, können Eiweißtrübungen fördern. 8) Gerbstoffe sollen möglichst gering sein (gelangen aus Stielen , Kernen und Schalen in den Most) 9) Wachsschicht und Öl Wachs überzieht die Beerenhaut (Duft). Natürlicher Schutz einer Frucht ( 400 mg auf 1 kg. Trauben). Öl stammt aus den Traubenkernen. 1 dt. Kerne ergibt 12 -16 l. Öl. 10) Enzyme (= Stoffumwandler) verwandelt z.B. Zucker in Alkohol und Kohlensäure (Gärgas). Ein anderes Enzym verändert durch Luftzutritt die helle Farbe des Mostes ins bräunliche. 11) Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe.. Im Wein kommen Vitamine A, B und C vor. Vitamin A: erhöht Wíderstandsfähigkeit gegen ansteckende Krankheiten Vitamin B: verhindert Wachstumsstörungen Vitamin C: wirkt gegen Zahnfleischerkrankungen und Erkältungen. |