Die Rebzüchtung


Züchtung bedeutet: Schaffung einer neuen Rebsorte unter Verwendung von vorhandenen Sorten.

Zuchtziele:
a) Witterrungsfest (Frost, Trockenheit)
b) Qualität (Menge)
c) Qualität (Güte)
d) immun (Widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten)
e) frühe Reife.

Vermehrung der Rebe:
a) die vegetative Vermehrung durch wurzelechte Reben oder Pfropreben.
b) Sämling entstehen beim Züchter durch künstliche Befruchtung aus den Kernen (Samen).

Grundsätze und Begriffe aus der Rebzüchtung

Mutation:
Sprunghaft auftretende Veränderung der Erbanlage eines Stockes. Diese Veränderungen gehen durch vegetative Vermehrung an die daraus entstehenden Stöcke weiter. Durch diene solche Mutation kann ein Teil des Stockes früher reif werden, größere und zahlreichere Trauben bringen u.a.. Bei solchen oder ähnlichen Beocachtungen, Weinbauschule benachrichtigen.

Kreuzungen:
Erbanlagen der Erntesorten können auftreten. Sie werden mit einiger Sicherheit erst nach 2-3 Generationen und zahlreichen Rückkreuzungen sichtbar werden.

Modifikation:
Nicht erbliche Veränderungen eines Stockes, z.B. üppiger Wuchs, frühe Reife, größerer Ertrag u.a. Diese Modifikation wird hervorgerufen durch einen besonders günstigen Standorts des Stockes. Wärme: Felsen, Mauern.
Größere Nährstoffvorräte, höhere Erträge, mehr Sonne, u.a.

Bonitierung:
Bewertung der zu prüfenden Stöcke.

Klon:
Mehrzahl=Klone, Klon = grich. = Zweig.
Als Klone bezeichnet man die Edelreiser, Unterlage die nachweislich von einem besonders leistungesfähigen Mutterstock abstammen z.B. Riesling Klon -  B21, DIN 378, T68. u.a. Müller-ThurgauVeit 17.

Auslesezüchtung:
Begriffserklärung:
1)Selektion = Auslese
2) positiv = gut (erfolgreich)
3) negativ = schlecht (erfolglos)

a) positive Selektion:
die guten Stöcke werden ausgewählt und gekennzeichnet

b) negative Selektion:
Die schlechten Stöcke werden ausgewählt und von der Vermehrung ausgeschlossen.


Die Wurzelzonen

1)Wachstumszone mit Wurzelspitze:
An dem der Wurzelspitze zugewndten Teil der Wachstumszone entstehen fortwährend neue Zellen. Diese sich neubildenden Zellen bewirken das Längenwachstum der Wurzel. Die Wachstumszone schiebt die Wurzelspitze vor sich her. Die Wachstumszone selbst ist nur wenige Millimeter lang.

2) Die Saugzone:
An dem der Wurzelspitze abgekehrten Teil der Wachstumszone entwickelt sich die Saugzone. Die Neubildung bon Zellen am vorderen Teil der Wachstumgszone entsprechend, bildet sich der hintere Teil der Wachstumszone zur Saugzone um. Die Wachstumszone behält daher ständig ihre ursprüngliche Länge. Die Saugzone nimmt Wasser und Nährstoffe auf. Aufnahmeorgane sind die Wurzelhärchen. Sie sind sehr fein und sehr zahlreich. Die Gessssamtlänge der Wurzelhärchen eines Stockes beträgt mehrere Kilometer. Sie sterben ab, wo sich die Saugzone zur Leitungszone umbildet.

3) Die Leitungszone:
Die Leitungszone entwickelt sich aus der Saugzone. Das hintere Ende der Saugzone bildet sich stetig zur Leitungszone aus. Dabei umgibt sich die Wurzelzone mit einer dunklen, undurchlässigen Korkschicht. Diese Korkschicht verhindert das Aufnehmen von Wasser und Nährstoffen. Die Leitungszone kann daher nur die von der Saugzone aufgenommenen Nährstoffe weiterleiten.